Case Studies

In den WA-Newsletters werden immer wieder interessante Fallbeispiele angeboten, die ich hier zum Selbststudium anbiete. Es handelt sich dabei um Problemstellungen, mit denen ein Schiedsrichter in Österreich jederzeit konfrontiert werden kann und es ist mein Ziel, dass alle Schiedsrichter in Österreich die Regeln gleich auslegen und anwenden.


88.1 Lichtproblem bei einem Hallenturnier
Während eines Hallenturniers bei dem AB/CD-Modus geschossen wird, verringert sich plötzlich die Lichtintensität und die Schützen der Gruppe AB schiesst eine Passe bei schlechteren Lichtverhältnissen. Alle Schützen schiessen ihre 3 Pfeile. Das Beleuchtungsproblem wird behoben und die Schützen der Gruppe CD gehen zur Schusslinie und schiessen ihre Passe bei gewohntem Licht.
Beim Werten der Pfeile beschwert sich der Schütze 10A beim Schiedsrichter, dass er einen Nachteil durch das schlechtere Licht gegenüber allen CD-Schützen hatte und diese ebenfalls eine Passe bei schlechterem Licht schiessen sollten.
Was würdest Du hier als Schiedsrichter machen?
Lösung


88.2 Schiedsrichter berührt Auflage beim Werten eines Pfeiles
Bei einer Kontinentalmeisterschaft wird ein Schiedsrichter bei einem 1/8 Mannschafts-Eliminationsmatch zur Scheibe geholt, um einen Pfeil zu werten. Bei Versuch den Pfeil zu werten berührt der Schiedsrichter deutlich die Auflage und lehnt sich leicht gegen die Scheibe. Der Schiedsrichter gibt den niedrigeren Pfeilwert, und der Schütze der Mannschaft, die den Schiedsrichter gerufen hatte relamiert, dass sie den höheren Pfeilwert bekommen müsse, weil der Schiedsrichter die Auflage berührt hat.
Der Schiedsrichter behauptet, dass er die Auflage berühren darf wenn es beim Werten eines Pfeiles notwendig ist.
Wie ist Deine Meinung zu diesem Vorfall?
Lösung


87.1 zu wenig Pfeile geschossen
Während einer 70 m-Runde verlässt ein Schütze die Schießlinie eine Weile vor Ende der 4 Minuten. Während er seine Pfeile durch sein Fernglas und die verbleibenden Pfeile im Köcher checkt, merkt er, dass er nur 5 Pfeile geschossen hat. Er nimmt seinen Bogen auf, geht wieder vor zur Schießlinie um seinen letzten Pfeil zu schießen, da noch etwa 20 sec Schießzeit auf der Uhr angegeben sind.
Bevor er jedoch wieder an die Schießlinie kommt, haben alle anderen Schützen fertig geschossen und der DoS beendet das Schießende mit den drei akustischen Signale zum Pfeileholen.
Die Schiedsrichter waren sich uneinig darüber, wie mit dieser Sache umgegangen werden solle, einige würden ihn seinen Pfeil schießen lassen, andere nicht.
Wie lautet Deine Meinung?
Lösung


87.2 verschobene 3-Meter-Linie
Ein Schütze hat einen herabgefallenen Pfeil, der tlw. außerhalb, tlw. auf der 3-Meter-Linie liegt. Der Schütze bemerkt den Pfeil und schießt statt diesem einen weiteren Pfeil, im Glauben, der Pfeil an der 3-Meter-Linie gelte als nicht geschossen. Es stellt sich heraus, dass sich aus irgendeinem Grund (Wind oder beim Darübergehen gelöst) die 3-Meter-Linie nicht mehr in der richtigen Distanz befand. Als die Distanz vor dem betroffenen Schützen nachgemessen wurde, stellte sich heraus, dass die Linie 3.25 m von der Schießlinie entfernt war.
Ein Team-Captain eines anderen Teams beobachtete die Situation und reklamierte, dass der erste Pfeil als geschossen gilt (mehr als 3 Meter von der Schießlinie entfernt) und dass nun eine Situation mit 7 geschossenen Pfeilen vorliegt, darunter der herabgefallene Pfeil (der als Miss gewertet werden muss).
Wie würdest Du den Fall lösen?
Lösung


86.1 Training für Top 8 gesetzte Schützen während Eliminationsrunden
Während eines World Ranking Events, das am Freitag, Samstag und Sonntag geschossen wird, wurde die 1/48 Eliminationsrunde für Recuve Männlich am Samstag geschossen. Die 1/24 Runde wird am Sonntag in der Früh bei sehr windigen Verhältnissen geschossen, danach folgen der Rest der Elimination und die Final-Matches am selben Tag. Die Veranstalter haben Trainingsscheiben für die gesetzten Top-8-Schützen aufgestellt, auf denen sie trainieren können, während die anderen Schützen die 1/24 Runde schießen.
Zwei Trainer beschweren sich bei den Schiedsrichtern, dass diese 8 Schützen kein Freilos haben, sondern gesetzt wurden, und daher nicht auf dem Wettkampffeld trainieren dürften, während die anderen Schützen bereits ihre Matches schießen.
Die Schiedsrichter entscheiden, dass die beiden Trainer Recht haben und stimmen zu, den Top-8-Schützen nicht zu erlauben gleichzeitig zu trainieren.
Glaubst Du, dass die Entscheidung der Schiedsrichter richtig ist?
Lösung


86.2 Hilfsmittel beim Lösen für Paraschützen
An einem internationalen Event nehmen einige Behindertensportler teil. Einer dieser Sportler – ein Recurve-Schütze – hat nur einen Arm und zieht den Bogen aus, indem er auf einen Lederstreifen beißt, der an der Sehne befestigt ist, und dann den Bogenarm ausstreckt.
Sein Schießen ist außergewöhnlich gut und nach der Hälfte des Turniers fragt ein Trainer (eines anderen Landes) Dich als Schiedsrichter, ob es erlaubt ist, in einem Nicht-Behinderten-Bewerb mit dieser Technik zu schießen. Er bezieht sich dabei auf die Beschreibung, dass ein Recurve-Bogen in einer Hand gehalten und die Sehne mit der anderen Hand gezogen werden muss. Darüber hinaus meint er, dass beim Schießen in dieser Weise keine seitliche Bewegung der Sehne möglich ist und dadurch ein reineres Lösen gegeben ist, was ein großer Vorteil ist.
Was würdest Du sagen?
Lösung


85.1 Stechen Compoundmatch - Mittelpunkt nicht sichtbar
Während eines Indoor-Wettkampfes muss ein Stechen in einem Compound-Match durchgeführt werden. Der zuständige Schiedsrichter lässt für beide Kontrahenten eine neue Auflage aufziehen. Nachdem die Schützen geschossen haben, gehen der Schiedsrichter und beide Schützen nach vorne zu den Scheiben. Beide Pfeile stecken jeweils im Compound-10er Ring und haben das Mittelkreuz zerstört, sodass man es nicht mehr erkennen kann. Der Schiedsrichter entscheidet, dass ein Messen nicht möglich ist, da beide Mittelkreuze nicht mehr vorhanden sind. Er schickt die beiden Schützen zurück an die Schießlinie, um einen weiteren Pfeil zu schießen.
War die Aktion des Schiedsrichters korrekt?
Würdest Du anders entschieden haben?
Lösung


85.2 Mannschaftsschießen - kein aktustisches Signal
Während eines großen internationalen Events, in dem die Finals alternativ geschossen werden, waren die Uhren nicht dafür vorbereitet, nach 2 Minuten ein akustisches Signal zu geben. Die Schiedsrichter, Teamfunktionäre und Schützen wurden nicht darauf aufmerksam gemacht. In einem Mannschafts-Match schießt der letzte Schütze des Teams A auf der Schießlinie seinen Pfeil 2 sec nachdem die Uhr bereits auf Null gesprungen war. Der Schiedsrichter zeigt dem Team-Captain die Rote Karte und weist den Scheiben-Schiedsrichter an, den höchsten Wert des Teams zu streichen. Der Team-Captain von Team A legt Protest bei der Jury ein, mit der Begründung, dass seine Mannschaft kein akustisches Signal erhalten hat.
War die Aktion des Schiedsrichters korrekt?
Was hättest Du getan, wenn Du vor dem Start des Matches gemerkt hättest, dass das Equipment kein akustisches Signal geben kann?
Lösung


84.1 Stechen Einzelbewerb - falsche Zeit
In einem Einzelstechen (40 sec) stellt der DoS die Uhr nicht um – der Countdown startet bei 120 sec. Schütze A schießt innerhalb der ersten 40 sec und trifft eine 6. Schütze B schießt, als 45 sec abgelaufen sind, und trifft eine 9. Der Schiedsrichter bestraft den Schützen B nicht und dieser gewinnt das Match. Der Team-Captain des Schützen A legt einen Protest ein: Was würdest Du tun?
Lösung


84.2 weicher Boden bei einem Hallenturnier
Ein Indoor-Turnier wird in einer Halle mit Tartan-Boden abgehalten. Der Besitzer will nicht, dass die Teilnehmer diesen Boden betreten. Die Veranstalter haben einen Gummiboden verlegt, auf dem die Schützen während des Schießens stehen. Der Gummi ist sehr weich und die Schützen reklamieren, dass ihr Stand nicht stabil ist und dass ihre Füße sozusagen in den Gummi einsinken. Ein Schütze bekommt eine Holzunterlage, die groß genug ist, dass er darauf stehen kann, und löst damit das Problem mit der Gummioberfläche. Er fragt die Schiedsrichter, ob er das Holzbrett zur Schießlinie bringen und beim Schießen darauf stehen darf. Die Schiedsrichter sagen, dass er es nicht benutzen darf, weil er einen Vorteil gegenüber den anderen Schützen hat.
Was würdest Du als Schiedsrichter sagen?
Lösung


84.3 Mannschaftsschießen Compound - Schütze verliert Release
Während eines Compound Team-Matches mit abwechselndem Schießen schießt ein Schütze seinen Pfeil und sein Release springt nach vorne 3.5 m vor die Schießlinie. Er ist der zweite Schütze seines Teams. Bevor er hinter die 1-Meter-Linie zurücktritt, um den dritten Schützen schießen zu lassen, fragt der den Schiedsrichter, ob er auf das Wettkampffeld gehen kann, um sein Release zu holen, um es in der zweiten Hälfte der 6-Pfeil-Passe des Teams zu verwenden.
Der Schiedsrichter lässt das zu. Ist die Entscheidung des Schiedsrichters korrekt?
Lösung


83.1 Mannschaftsschießen Indoor - falsche Auflage
Am Finaltag einer Indoor Meisterschaft war das Compound Junioren Männlich (CJM) Match gerade beendet. Die Scheiben-Schiedsrichter lassen für das nächste Match (Recurve Junioren Weiblich; RJW) neue Auflagen auf die Scheiben geben und gehen zurück hinter die Abdeckung. Der Linien-Schiedsrichter startet das nächste Match (RJW), ein alternatives Schießen (Ping-Pong). Nachdem die zweite Schützin ihren Pfeil geschossen hat, bemerkt der Spotter durch sein Fernglas, dass auf der Scheibe 2 die falsche Auflage angebracht ist – eine Compound- statt einer Recurve- Auflage. Der Linien-Schiedsrichter wird über das Funksystem sofort informiert. Du bist der Linien-Schiedsrichter, was machst Du? Und was würdest Du als Scheiben-Schiedsrichter während des Scorens tun?
Lösung


82.1 Mannschaftsschießen - gelbe Karte wird ignoriert
In der Eliminationsrunde beim Mannschaftsbewerb eines internationalen Turniers ist der letzte Schütze der Mannschaft A sehr aufgeregt, weil er nicht genug Zeit für seine 2 Schuss hat. Während er nach vorne geht zieht er einen Pfeil aus seinem Köcher. Es ist sein "Glückspfeil" den er immer im Köcher hat, dieser hat keine Spitze. Er lässt diesen Pfeil auf den Boden fallen während ihm der Schiedsrichter die gelbe Karte zeigt. Der Schütze sagt, das sei kein ganzer Pfeil, er könne damit nicht schießen. Er geht nicht hinter die 1-Meter-Linie zurück und wieder zur Schusslinie, sondern schießt seine 2 Pfeile in der verbleibenden Zeit.
Der Schiedsrichter ist mit der Antwort des Schützen auf die gelbe Karte nicht zufrieden und erklärt, dass der höchste Pfeilwert der Mannschaft A aberkannt wird. Und so wird es gemacht. Daraufhin schreibt der Mannschaftsführer der Mannschaft A einen Protest.

  1. Bist Du mit der Entscheidung des Schiedsrichters einverstanden?
  2. Was würdest Du als Schiedsrichter machen?
  3. Was würdest Du als Jurymitglied machen?

Lösung


82.2 Mannschaftsschießen - mehrfache Verstöße
In einem Recurve Mannschaftsfinale mit abwechselndem Schiessen geht der 1. Schütze der Mannschaft A zur früh nach vorne und bekommt die gelbe Karte gezeigt. Er geht sofort wieder hinter die 1-Meter-Linie zurück und geht wieder nach vorne, hat dabei den Pfeil aber noch am Bogen. Die gelbe Karte wird nicht gezeigt. Er schießt den Pfeil und es wird keine rote Karte gezeigt. Die Mannschaften schießen diese Passe zu Ende und während des Wertens ordnet der Schiedsrichter seinen Kollegen an der Scheibe an, den höchsten Pfeilwert der Mannschaft A zu streichen. Der Schiedsrichter an der Scheibe befolgt diese Anweisung.
Der Mannschaftsführer der Mannschaft A protestiert beim Linien-Schiedsrichter, dass er beim 2. Verstoß gegen das Vorgehen mit einem gezogenen Pfeil keine gelbe Karte gezeigt hat. Zusätzlich hat der Schiedsrichter die Strafe nicht mit der roten Karte angezeigt. Der Schiedsrichter verweist auf die neue Regel, dass die rote Karte nicht gezeigt werden muss, um eine Strafe zu verhängen.
Wie sind hier Deine Überlegungen?

Lösung


81.1 Schütze schießt im Ping-Pong-Finale außerhalb der Reihenfolge
In einem Einzelfinale mit abwechselndem Schießen bemerkt der Schiedsrichter in der Deckung, dass Schütze B gleichzeitig mit Schütze A einen Pfeil schießt, obwohl Schütze A an der Reihe ist. Nachdem der Schiedsrichter, die Schreiber und die Vertrauten zur Scheibe gegangen sind, wird der höchste Pfeil des Schützen B gestrichen. Der Schreiber teilt die Entscheidung dem Spotter mit, dieser korrigiert die Anzeige.
Der Schiedsrichter an der Linie reklamiert, dass er das Vergehen nicht bemerkt hat und deshalb die rote Karte nicht gezeigt hat und den Schiedsrichter an der Scheibe nicht darüber informiert hat, dass eine Strafe zu geben sei.

Wie gehst Du als Hauptschiedsrichter mit diese Abweichung zwischen dem Linien- und dem Scheibenschiedsrichter um? Stimmst Du der Streichung zu?
Lösung


81.2 Stechen bei einem Einzelmatch
Ein Recurve-Herre-Match ist nach 5 Sätzen unentschieden. Ein Stechen ist erforderlich, damit das Match entschieden werden kann. Beide Schützen schießen auf die gleiche Scheibe. Der Schiedsrichter misst den Abstand beider Pfeile zum Zentrum und entscheidet, dass das Match immer noch nicht entschieden ist, weil der Unterschied des Abstandes der beiden Pfeile zum Zentrum weniger als 2 Millimeter beträgt.
Keiner der Schützen ist mit dieser Entscheidung einverstanden. Sogar der Schütze, der einen Millimeter weiter vom Mittelpunkt entfernt ist erklärt, dass sein Gegener gewonnen hat. Der Schiedsrichter ändert seine Entscheidung und erklärt den Schützen B zum Sieger.

Wie ist Deine Meinung zur Vorgangsweise des Schiedsrichter?
Lösung


81.3 Werten eines von vorne nicht zu sehenden Pfeiles
Auf 50 Meter steckt ein Pfeil vom Schützen A so tief im Dämpfer, dass die Nocke von vorne nicht mehr zu sehen ist. Der Schiedsrichter versucht den Wert des Pfeiles zu bestimmen, indem er die Position des Schaftes auf der rückwärtigen Seite des Dämpfers zu den anderen Pfeilen in Relation bringt, die von vorne leicht zu werten sind. Auf diese Art vermeidet er, den Pfeil zurückschieben zu müssen, und wertet den Pfeil mit 9.
Nachdem alle Pfeile gewertet sind schiebt der Schützen den Pfeil zurück, die Nocke kommt im 10er heraus. Er ruft den Schiedsrichter und zeigt ihm den Pfeil in der Auflage. Der Schiedsrichter weigert sich, den Pfeilwert auf 10 zu ändern und argumentiert, dass weder die Auflage noch die Pfeile berührt wurden, bevor er den Pfeil gewertet hat.

Ist die Entscheidung des Schiedsrichters richtig? ist die Vorgangsweise des Schiedsrichters richtig?
Lösung


80.1 falsche Auflage bei einem nicht registrierten Turnier
Da es noch sehr früh in der Saison ist und es noch keine offziellen Turniere stattfinden, führt der Verband als Qualifikation für eine Beschickung ein nicht registriertes Turnier durch. Das Turnier ist für alle Schützen offen, aufgrund der Anmeldungen werden 13 Scheiben vorbereitet und ein Schiedsrichter eingeladen.
Am Turniertag inspiziert der Schiedsrichter den Turnierplatz und die Ausrüstung der Wettkämpfer und das Turnier beginnt. Sie schießen eine 70 Meter Runde für Recurve und eine 50 Meter Runde für Compound.

In der 5. Passe schießt eine Schützin einen Pfeil knapp außerhalb der Wertungszone. Während des Wertens wird sie ärgerlich weil sie bemerkt, dass statt der 6-Ringauflage (10-5) die 5-Ringauflage (10-6) verwendet wird und sie deshalb ein Miss hat. Sie und ihr Betreuer reklamieren.
Was machen Sie als Schiedsrichter?
Lösung


80.2 Turnierabbruch und Neustart mit anderen Auflagen
Fortsetzung des Beispieles 80.1
Nachdem die Schützin, ihr Betreuer und weitere Schützen reklamieren entscheidet der Veranstalter, das Turnier für Compound abzubrechen und mit den neuen 6-Ringauflagen (10-5) neu zu starten. Die Recurveschützen schießen ihr Turnier zu Ende, während die Compoundschützen noch auf ihre neuen Auflagen warten.
Wie denken Sie darüber?
Lösung


80.3 Fehlschuß und zu später Schuß beim Stechen
Bei einem Stechen schießt der eine Schütze ein Miss, er verfehlt die Scheibe. Das verwirrt den anderen Schützen dermaßen, dass er zu spät schießt, aber seine Auflage trifft (eine 8).
Welches Fazit ziehen Sie aus diesem Stechen?
Lösung


79.1 Finalschießen - Schütze hat Tab verloren/vergessen
Im 1. Satz eines Finalmatches mit abwechselndem Schießen endeckt die Schützin nachdem die 10 Sekunden Vorlaufzeit gestartet wurden, dass sie ihr Tab nicht bei sich hat und es möglicherweise auf dem 50 Meter entfernten Traingsplatz vergessen hat. Sie wendet sich an Sie, den Schiedsrichter mit der Bitte, Zeit zum Holen des Tabs zu bekommen.
Was machen Sie?
Lösung


79.2 Schusslinie verdeckt
Bei einem Mannschaftsfinale entfernt ein Fotograf die Markierung der Schußlinie, damit er einen besseren Platz seine Fotos hat. Die Schützen können die Schußlinie nicht mehr eindeutig ausmachen. Das 1. Team schießt ihre 3 Pfeile von der 1-Meter-Linie und nicht von der Schußlinie. Der gegnerische Mannchaftsführer reklamiert beim Schiedsrichter, dass diese 3 Pfeile aberkannt werden müssen, weil sie nicht von der Schußlinie geschossen wurden.
Was machen Sie?
Lösung


78.1 fehlende Zeit beim Finale
Bei einem Weltranglistenturnier an dem auch Senioren und Junioren in eigenen Kategorien in der Olympic-Round starteten, war das Training für 30 Minuten für Recurve Damen und Recurve Junioren männlich angesetzt. Die 1. Wettbewerbsrunde war die 1/32-Elimination der Recurve Damen während die männlichen Junioren auf ihre 1. Runde, die 1/16-Elimination warten sollten.
Der Schießleiter rief die Damen zur 1/32-Runde auf ohne darauf hinzuweisen, dass die männlichen Junioren jetzt nicht schießen durften. Einige Junioren gingen zur Schusslinie und standen an den Positionen, an denen die Damen stehen sollten um ihr Match zu schießen. Als das grüne Licht anging konnten 6 Damen von verschiedenen Paarungen ihren Platz nicht einnehmen, weil die Junioren sich weigerten die Linie zu verlassen. Einige Schiedsrichter schritten ein, aber für 4 der 6 Damen war es nicht mehr möglich, ihre 3 Pfeile zu schießen. Als das rote Licht kam war folgende Situation:

  1. Die 2 Damen auf Scheibe 22 schossen jeweils nur 2 Pfeile
  2. Eine der Damen auf Scheibe 23 schoss ihre 3 Pfeile während ihre Gegnerin nur 2 Pfeile schießen konnte
  3. Eine der Damen auf Scheibe 25 schoss ihren 3. Pfeil nach dem Signal

Aufgrund der oben beschriebenen Umstände entschieden die Schiedsrichter, dass die Schützinnen, die ihren 3. Pfeil nicht schießen konnten weitere 40 Sekunden bekamen um diesen zu schießen und der nach der Zeit geschossene Pfeil auf Scheibe 25 wurde für gültig erklärt.
Zwei Proteste wurden eingebracht, einer vom Mannschaftführer der Dame auf Scheibe 23, die ihre 3 Pfeile geschossen hatte während ihre Gegnerin nur 2 Pfeile schoss, und der andere vom Mannschaftsführer der Schützin auf Scheibe 25, die ihre 3 Pfeile in der Zeit geschossen hatte.
Wie ist ihre Meinung über die Entscheidung der Schiedsrichter?
Lösung


78.2 Durchschuss
Bei einer nationalen Meisterschaft reklamierte ein Schütze als er zu seiner Schiebe kam einen Durchschuß, und verwies auf ein nicht abgestrichenes Loch auf der Auflage. Alle Schützen suchten den Pfeil, aber nach 5 Minuten wurde er immer noch nicht gefunden. Nachdem kein Beweis für einen Durchschuß vorlag gab der Schiedsrichter den "Pfeil" als Miss. Der Mannschaftsführer des Schützen legte einen Protest ein, der von der Jury mit dem Hinweis abgelehnt wurde, dass eine Schiedsrichterentscheidung betreffend eines Pfeilwertes nicht änderbar sei. Das Miss blieb auf der Scorekarte.
3 Passe später fand ein anderer Schütze dieser Scheibe den verschossenen Pfeil des Schützen 3 Meter hinter der Scheibe. Der betroffene Schütze rief nun den Schiedsrichter und bat diesen, den Wert des unmarkierten Loches von vor 3 Passe zu geben.

  1. War die Antwort der Jury richtig?
  2. Erwägen Sie das Miss durch den Wert des unmarkierten Loches von vor 3 Passe zu ersetzen?

Lösung


77.1 Pfeilwerte bestimmen
Bei einem Hallenturnier, bei dem auf 3-fach-Auflagen geschossen wird schreibt ein Schütze, ein anderer zieht die Pfeile. Einmal zieht er die Pfeile, bevor die Schreiber die Pfeilwerte aufgeschrieben haben.
Was ist zu tun? Die Löcher sind nicht abgestrichen, keiner weiß den genauen Score.
Lösung


77.2 Finale - Reihenfolge des Schießens
In einem Finalmatch mit abwechselndem Schießen ist Schützin A im 2. Satz an der Reihe als erste zu schießen. Sie hebt den Bogen um zu schießen und hört plötzlich, wie die Schützin B (die hinter ihr steht) einen Pfeil löst, obwohl sie nicht an der Reihe ist. Unsicher darüber was passiert ist, schießt A ihren Pfeil nicht und schaut zurück zu ihrem Trainer und wartet auf eine Anweisung. Ihr Trainer sagt ihr nicht zu schießen und zu warten. Der Schiedsrichter zeigt Schützin B die rote Karte um anzuzeigen, dass sie außerhalb der Reihenfolge geschossen hat. Die 20 Sekunden für Schützin A sind vorbei ohne dass sie geschossen hat. Dann kommt das Signal und die 20 Sekunden für Schützin B beginnen. Schützin A reklamiert Zeit um ihren Pfeil zu schießen mit dem Argument, dass sie wegen der Verunsicherung nicht geschossen hat. Der Schiedsrichter sagt ihr, dass ihre Zeit abgelaufen ist und sie für den nicht geschossenen Pfeil ein Miss bekommt. Sind Sie einverstanden mit der Entscheidung des Schiedsrichters? Erklären Sie ihre Meinung.
Lösung


76.1 Zeitkontrolle fällt aus
Während eines Bronzemedaillen Mannschaftsschiessen mit abwechselndem schießen erlischt die Uhrzeit wegen Überhitzung als der letzte Schütze einer Mannschaft in der 2. Serie seinen Pfeil schießen will. Der Schießleiter informiert sofort den Linien-Schiedsrichter über das Problem und dieser weist die Mannschaft darauf hin indem er sie auffordert, das Schießen einzustellen. Der Schütze ist zu dieser Zeit in vollem Auszug und anscheinend bereit zu schießen. Er unterbricht den Schuss und jeder wartet auf die Korrektur der Kontrolluhr. Dann wird die Kontrolluhr auf die verbleibende Zeit +5 Sekunden gestellt und die Passe wird zu Ende geschossen.
Hätten Sie es ebenso gemacht?
Wenn ja, erläutern Sie, warum das der richtige Weg ist, die Situation zu bewältigen.
Wenn nein, erläutern Sie, warum Sie es anders machen würden.
Lösung


76.2 Mannschaftsschießen - kein Schiedsrichter bei einer Paarung
Bei einer Großveranstaltung in der Eliminationsrunde des Mannschaftsbewerbes bei gleichzeitigem schießen wird das Startsignal für 8 Paarungen gegeben. Der Schießleiter wusste nicht, dass bei einer Paarung kein Schiedsrichter anwesend ist (durch ein Missverständnis der Schiedsrichterkommission). In der ersten Passe reagiert Mannschaft A auf einen offensichtlichen Verstoß von Mannschaft B (wäre eine gelbe Karte gewesen) und bemerkt, dass kein Schiedsrichter anwesend ist. Nach der ersten Passe ist Mannschaft A ein paar Ringe hinten und fordert, dass das Match neu gestartet werden muss, weil kein Schiedsrichter anwesend war und das Match deshalb ungültig ist.
Wie denken Sie über diese Situation und wie würden Sie sie lösen?
Lösung


75.1 Mannschaftsschießen - zu früh gezogener Pfeil
In einem Mannschafsmatch überquert der 3. Schütze der Mannschaft A die Schusslinie mit der aus dem Köcher gezogenen sichtbaren Pfeilspitze. Der Schiedsrichter hebt sofort die gelbe Karte um dem Schützen zu signalisieren, dass er hinter die 1-Meter-Linie zurück muss. Der betroffene Schütze lässt absichtlich den Pfeil ins Gras fallen, zieht einen anderen Pfeil und schießt ihn. Der Schiedsrichter hebt die rote Karte und zieht dem Schützen den höchsten Pfeilwert in dieser Passe ab. Der Mannschaftsführer legt bei der Jury Berufung ein und behauptet, dass der Schütze durch das fallen lassen des Pfeils keinen Zeitvorteil mehr hatte und er den geschossenen Pfeil erst gezogen hat, als auf der Schusslinie stand.
Erläutern Sie ihre Sicht in diesem Fall.
Lösung


75.2 Durchschuß bei Scheibenturnier
Während des Schiessens auf 50 Meter reklamiert Schütze 20 A einen Durchschuss. Als der Schiedsrichter zur Scheibe kommt findet er einen Pfeil hinter dem Dämpfer an einer Stelle, an der ihn nach einem Durchschuss erwartet. Der Schiedsrichter geht zur Scheibe und versucht, ein nicht abgestrichenes Loch zu finden. Es sind mehr als 30 Löcher im Gelben (10-er und 9-er), aber es sind alle abgestrichen, genau so wie die verbleibenden Löcher in der Wertungszone. Das ist bereits der 5. Pfeil der heute durch diese Scheibe geht. Der Dämpfer und die Scheibe wurden nicht ausgetauscht weil es keinen Ersatz gibt. Der Schiedsrichter sagt zunächst, dass es ein „Miss“ sei weil es nicht möglich ist, ein nicht abgestrichenes Loch zu finden. Die zwei anderen Schützen die auf diese Scheibe schießen behaupten, dass sie sahen wie der Pfeil die Zielscheibe traf und verschwand (als er durchschlug). Nachdem der Schiedsrichter die Meinung der Schützen hört entscheidet er, eine 10 zu geben.
Hat der Schiedsrichter korrekt entschieden?
Lösung


74.1 Training vor einer FITA-Runde
Bei einer FITA-Runde schießt ein Compound Junior im Training 2 Passe auf 90 Meter, geht dann zu einer Scheibe wo die Compound Kadetten ihr Training absolvieren und schießt 2 Passe seines Trainings auf diese Entfernung. Ein Mannschaftsführer reklamiert beim Schiedsrichter, dass dieser Schütze die Regeln verletzt die besagt, dass das Training nur auf die 1. Distanz des Tages erlaubt ist. Der Mannschaftsführer behauptet, dass dieser Schütze disqualifiziert werden muss weil er sich einen unzulässigen Vorteil gegenüber den anderen Schützen verschafft hat.
Was machen Sie als Schiedsrichter?
Lösung


74.2 Mannschaftsschießen - zu spät geschossener Pfeil
In einer Eliminationsrunde eines Mannschaftsbewerbes schießt Mannschaft A den letzten Pfeil sehr spät, beide Mannschaften gehen nach vorne zur Trefferaufnahmen begleitet vom Schiedsrichter, der während des Schießens dahinter stand. Mannschaft B spricht den Schiedsrichter an und behauptet, dass der Schuss zu spät war. Bei der Scheibe teilt der Schiedsrichter der Mannschaft A mit, dass der letzte Pfeil außerhalb der Zeit geschossen war und daher den höchsten Pfeilwert abziehen wird. Der Mannschaftsführer legt gegen diese Entscheidung einen Protest ein und sagt, dass der Schiedsrichter den Wert nicht abziehen kann, weil keine rote Karte gezeigt wurde als der Schuss gelöst wurde.
Was ist ihre Meinung?
Lösung


74.3 Platz je Schütze auf Schusslinie
Bei einem internationalen Turnier wird die FITA-Runde nach dem ABC-Modus geschossen. Die Bahnen für jede Scheibe sind 3 Meter breit. Gemäß den FITA-Regeln markierte der Schiedsrichter die Mitte der Schützenpositionen auf der Schusslinie. Die Mitte für den Schützen B wurde in der Mitte der 3 Meter breiten Bahn markiert. Dann maßen sie 80 cm nach links und markierten dort die Position für den Schützen A. Sie markierten die Mitte für den Schützen C 80 cm rechts von der Mitte der Bahn. Schütze B reklamiert, dass Schütze A und Schütze C viel mehr Platz haben als er. Was machen Sie? Wo würden Sie die Mitte für die Schützen A und C markieren?
Lösung